Themen Bachelorarbeit BWL

Grundlegendes zur Bachelorarbeit in der BWL

Themen Bachelorarbeit BWL – Die Bachelorarbeit, welche als wesentlicher Bestandteil bei der Erreichung der ECTS (European Credit Transfer System) Punkte angesehen wird, stellt einen der wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten dar.

Wobei der minimale zu erreichende Punkteanteil 6 ECTS beträgt und der maximale 12 ECTS beträgt. Wissenswert am Rande stellt die Tatsache dar, das zum Erreichen des Bachelor eine Punkteanzahl von 180 vorgeschrieben ist.

Die Anforderungen bezüglich der Seitenzahl ist abhängig von den folgenden Kriterien und kann variieren:

  1. der Fachbereich des Themas der Forschungsarbeit
  2. des gewählten Betreuers
  3. der zur Verfügung stehenden Sekundärliteratur

Die Struktur der Bachelorarbeit

Struktur muss sein und stellt ebenso wie die nachfolgende Thematik einen der wichtigsten Punkte dar. Hierbei ist man gut beraten sich an vorgegeben Richtlinien zu halten. Welche im Folgenden nummeriert dargestellt werden:

  1. das Deckblatt mit dem Titel
  2. das Inhaltsverzeichnis
  3. die Einleitung
  4. der Hauptteil
  5. der Schluss
  6. das Quellenverzeichnis und die Anhänge
  7. die eidesstattliche Erklärung für die Plagiatslosigkeit

Wichtig!

Vermeiden sollte man nach Möglichkeit die Verwendung von im Internet vorgefassten Formularen. Ein erfahrener Betreuer wird diese als solche erkennen und vermuten, dass der Verfasser der Bachelorarbeit es nicht der Mühe für Wert befand eine eigene Fassung zu kreieren.

Die Anzahl der Seiten und das Thema

Wobei generell eine Seitenanzahl zwischen 20 – 60 Seiten den gängigen Normen entspricht. Der Zeitrahmen, welcher zumeist vom zuständigen Betreuer vorgegeben wird, liegt zwischen 2 und 4 Monaten. In Bezug auf die Wahl des Betreuers sollte man aus Gründen der Zeitersparnis vorab ein Exposé verfassen, das das Thema der Arbeit in groben Zügen umreißt.

Als Grundregel hierbei gilt, dass es den Leser(den Betreuer) lange genug im Exposé halten soll, um diesen dafür zu interessieren und gleichzeitig darauf achtend das man dabei nicht zu langatmig wird. Betreuer befinden sich oftmals im Zeitdruck und möchten ihre Zeit nicht mit einem Thema (oder einem langweilig verfassten Text verschwenden, den sie in der gleichen Art schon 200 Mal gelesen haben).

Als gutes Mittelmaß kann eine Seitenzahl von 4 bis 5 Seiten angesehen werden. Die meisten Betreuer lesen Exposés »irgendwann« zwischendurch. Wenn man schon bei diesem zeigt, das man neben der Tatsache das man alle strukturellen Regeln zu respektieren versteht und ein Thema, ein Problem i.e. aus einer neuen, weil anderen Sichtweise zu behandeln versucht, gewinnt man meistens die fachliche Unterstützung eines Experten.

Dabei gilt: »Je fundierter, die Problembehandlung einer Forschungsarbeit ist, umso motivierter wird sich auch der Betreuer zeigen.« Dieses wird sich wieder in der erreichten Punkteanzahl widerspiegeln.

Das Thema der Bachelorarbeit oder: »Von der Erfindung des Rades«

Es stellt tatsächlich eines der schwierigsten Punkte dar ein Thema für die wissenschaftliche Arbeit zu finden. Die meisten Themen wurden bereits abgehandelt. Neues, dies gilt auch im Bereich der Betriebswirtschaft, tritt selten zutage.

Welches aber kein Grund zur Verzweiflung darstellt. So entspricht es auch einer Tatsache das die Behandlung eines Themenbereiches aus einer neuen Perspektive heraus, also als Hypothese dargestellt, sich hervorragend dazu eignet ein Thema (wissenschaftlich) zu behandeln.

Der Ausgangspunkt – Themen Bachelorarbeit BWL

Dieser ist als Problem zu sehen, das zu lösen gilt. Es ist die Forschungsfrage, die beantwortet werden möchte. Bei gesteigerter Komplexität müssen unbedingt Unterfragen gestellt werden. Diese helfen dabei, den Text besser aufzugliedern, sozusagen zu sezieren um diesen »bekömmlicher« zu machen.

Gut beraten ist, wer nicht davon ausgeht das alle den Text verstehen werden. Hierbei ist vor allem zu beachten, das fachspezifische Terminologie zwar benutzt werden soll, diese aber den Text so spezifisch werden lassen das nur »Eingeweihte« ihn verstehen können. Die KISS-Regel (keep it simple and stupid) gilt auch hier.

Phantasy meets Science

Eines der wichtigsten Komponenten der Bachelorarbeit stellt das Thema dieser dar. Dabei soll das Thema dem Forschungsanspruch gerecht werden. Dies bedeutet, dass der Inhalt alle wichtige Grundelemente wissenschaftlichen Arbeitens enthält. Wobei der bedeutendste Teil das Thema selbst darstellt.

Dieses wird in den meisten Fällen zusammen mit dem Betreuer eruiert und definiert. Hierbei gilt es unbedingt zu beachten, dass die Tatsache, dass wenn ein Thema schlecht gewählt wurde zumeist auch das Ergebnis zu wünschen lässt. Wählen sollte man ein Thema für das man selbst wissenschaftliches Interesse aufbringt.

Zudem sollte es natürlich relevant sein und auf wissenschaftlichen (verwandten) Fakten belegbar sein. Ausnahme stellt eine Hypothese dar, welche aufgrund von vorstellbaren Funktionsweisen realistisch erscheint.

Als typisches Beispiel kann zum Beispiel die Umschichtung zugunsten virtuellen Verkaufsraumes und die Auswirkung auf den stattfindenden Immobilienmarkt gesehen werden. Fantasie ist gefragt. Jedoch ist nur soviel »Fantasie« gefragt wie diese es erlaubt, die behandelte Problematik auf realistische Art und Weise vorstellbar zu sein. Es muss in Beispielen dargestellt werden, welche in einer gegebenen wirtschaftlich-wissenschaftlichen Relevanz stehen sollten.

Bei vielen Themen der Wirtschaft verhält es sich so, dass die Betrachtung der Fragestellung aus einer bis dato nicht eingenommenen Perspektive behandelt wurde und so zu neuen Errungenschaften führte. Utopie frei! Diese neue Perspektive kann dazu dienen die Problematik eines wirtschaftlich relevanten Themas neu zu behandeln, um diese letztendlich zu beantworten.

Der rote Faden – Themen Bachelorarbeit BWL

Die alte Weisheit das der rote Faden auch bei wissenschaftlichen Arbeiten gesponnen werden möchte, stellt eine wesentliche Tatsache dar. Wobei es hierbei gilt, den roten Faden, beginnend beim Thema, sprich dem Arbeitstitel vorzugeben.

Wobei es sich am effektivsten erweisen hat, diesen roten Faden einer gezielten Gliederung der Arbeit zu unterwerfen. Desgleichen gilt auch die Qualität und Quantität der Literaturauswahl und der Entscheidung, ob man eigene Datenerhebung betreiben möchte oder nicht.

Im Wesentlichen geht es darum das Thema als einen, wenn nicht sogar den wichtigsten Teil der Bachelorarbeit anzusehen. Besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten hat es sich bewahrheitet das der Titel wesentlich mehr darstellen muss als nur eine Überschrift um dem Ganzen ein Gesicht zu geben.

Deswegen sollte man auch bei der Auswahl des Betreuers darauf achten, ob das gewählte Thema und damit der Inhalt, den Schwerpunkten desselben entspricht. Nicht alle Betreuer eigenen sich für alle Themen und umgekehrt. Kurz gefasst kann auch gesagt werden, das der Aufbau einem logischen Schema folgen soll.

Die Struktur muss zusammenhängend sein und Argumente sollen aufeinander aufbauen. Wobei die wesentlichste Frage lautet: »Welche Erkenntnis bekommt der Leser?«

Das Zeit- und Seitenlimit – Themen Bachelorarbeit BWL

Die Tatsache vorausgesetzt das man einen Betreuer gefunden hat, mit dem man zusammen ein geeignetes Thema definieren konnte, verschafft dem Studierenden einen nicht unerheblichen Vorteil.

Man hat jemanden an seiner Seite, der sich mit der Thematik auskennt, im besten Falle über eine gewisse Expertise verfügt. Dies wiederum bietet die Grundlage für die Diskussionsbasis. Auf dieser Diskussionsbasis lassen sich dann das Pro`s und Contras betrachten und eventuell dezimieren. Die Anzahl der Seiten wird zum Teil vom Thema selbst vorgegeben. Voraussetzung dafür ist, dass man die Auswahl der Sekundärliteratur in Maßen hält.

Es besteht keine Aussicht auf Erfolg, wenn versucht sich dem »Vollständigkeits-Wahn« hinzugeben. Dieses Vorhaben ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die durchschnittliche Anzahl von 30-40 Seiten, umgerechnet auf 3 Monate liegt gewissen Erfahrungswerten zugrunde, welche sich in der Praxis als sehr realistisch erwiesen haben.

Es hat sich als ebenso vorteilhaft erwiesen, wenn man (das Thema festgesetzt) sich bereits vorab mit der nötigen Sekundärliteratur beschäftigt hat. Diese stellt einen erheblichen Arbeitsaufwand dar und ist die Grundlage des Ganzen. Eingrenzung und realistische Selbsteinschätzung heißt die Devise.

Sich dabei immer vor Augen haltend das es nicht darum geht so vollständig wie möglich zu arbeiten, sondern so fundiert wie es eben die Zeit und die Seitenanzahl erlaubt. Als Herzstück darf folgender Satz dienen:

»Der zentrale Gedanke der Fragestellung (des Themas) soll sich mithilfe des roten Fadens durch die Arbeit ziehen, um am Ende beantwortet zu werden.«

Die Recherche – Internet oder Bibliothek?

Das Internet eignet sich nur, als sekundäres Hilfsmittel um effektiv zur Recherche genutzt zu werden. Dies ist aufgrund der nicht immer vertrauenswürdigen und oftmals wenig qualitativen Texte zu sehen.

Die gute alte Bibliothek direkt an der Uni hingegen ist nach wie vor das beste Medium um Hintergrundwissen anhand von Fakten zu bekommen. Der Unterschied wird sich spätestens bei der Punktevergabe bemerkbar machen.

Die Tools

Diese lassen sich auf die vier folgenden eingrenzen:

  1. Begründungen
  2. Gegenaugenmerk (welche Contras wollen beantwortet werden?)
  3. Zusammenfassungen
  4. Argumentationsketten, welche die These bekräftigen sollten (Aussagen mit Zitaten belegen)

Fazit – Die Do’s

  1. Das beste Ergebnis wird dadurch erzielt, wenn man die Themenfindung innerhalb der eigenen Interessen sucht.
  2. Die Forschungsfrage gibt Inhalt und Aufbau vor.
  3. Das Thema gibt vor, für welchen Betreuer man sich entscheidet. Dieser sollte erwiesenermaßen als Experte auf dem
    vorgegebenen Gebiet gelten.
  4. Ein Exposé hilft dabei diesen Experten zur Mitarbeit zu gewinnen und sollte immer als »Quell der Weisheit« angesehen werden.
    Auf jeden Fall wird er einiges dazu beitragen können die höchstmögliche Punkteanzahl zu erreichen.
  5. Das Thema MUSS ein neues Thema sein. Sei es nur das man ein bereits behandeltes Thema aus einer anderen eben neuen
    Perspektive betrachtet. Das Ergebnis muss realistisch nachvollziehbar. Wobei Fallbeispiele nützliche Unterstützer sein können.
  6. Der rote Faden muss zu jeder Zeit vorhanden sein und aus logischen Bausteinen aufgebaut sein.
  7. Die Frage: »Welche Erkenntnis gewinnt der Leser?«

Die Dont’s

  1. niemals mehrdeutig formulieren
  2. niemals unkonkret oder beeinflussend sein (Prognosen)
  3. immer unparteiisch und ergebnisoffen formulieren(Kritik und Verbesserungsvorschläge)